Abfuhr der Holzpolter aus den heimischen Wäldern mit Langholztransporter

Wissenwertes


Holz als Energieträger

Holz ist nicht nur die älteste, sondern gleichzeitig eine der zukunftsträchtigsten Energiequellen des Menschen. In Zeiten steigender Rohstoffpreise für fossile Brennstoffe erfolgt eine Rückbesinnung auf diesen umweltfreundlichen Energielieferanten. Denn im Gegensatz zu Kohle, Erdgas und Öl gelangt bei der Verbrennung von Holz nur soviel CO2 in die Atmosphäre, wie der Baum zuvor während seines Wachstums gebunden hat. Und da die Holzgewinnung meist in regionaler Nähe zu den Verbrauchern stattfindet, kommen auch die kurzen Transportwege der Gesamtenergiebilanz zugute. (Lesen Sie mehr.)

Die Vorräte an fossilen Rohstoffen, in vielen Bereichen des täglichen Lebens unersetzbar, sind außerdem nicht erneuerbar. Holz jedoch ist ein nachwachsender Rohstoff, der auch künftigen Generationen eine unerschöpfliche Energiequelle sein wird.
Aber wie viel Energie steckt nun im Holz? Der Heizwert eines Energieträgers ist ein Maß für seinen Energiegehalt. Um diesen zu verdeutlichen, ist ein Raummeter luftgetrocknetes Holz im Vergleich dargestellt:
Ein Raummeter Holz (450 kg) = 2000kWh
Das entspricht 210 l Heizöl,
262 kg Steinkohle
210 m3 Erdgas

Zu beachten ist, dass der Heizwert vom Holz vom Wassergehalt, also dem Trocknungsgrad des Holzes, abhängig ist. Zur Verbrennung muss der Wassergehalt kleiner als 30 % sein. Den optimalen Brennwert hat Buchenscheitholz bei einer Restfeuchte von etwa 15 % bis 20 %. Durch unsere Trocknungsanlage können wir diesen Trocknungsgrad ganzjährig und zuverlässig unseren Kunden anbieten.

Umrechnungsfaktoren und Maßeinheiten

Im Handel mit Brenn- und Kaminholz gibt es verschiedene Mengenangaben, die für unterschiedliche Anwendungsbereiche ihre Berechtigung haben, aber oftmals zu Missverständnissen führen. Wir zeigen Ihnen die vier wichtigsten Volumenangaben im Umgang mit Brennholz und mit unserem Umrechnungstool können Sie Ihre persönliche Mengenberechnung durchführen.(Lesen Sie mehr.)


In Festmeter (FM) werden geschlagene, komplette Baumstämme abgerechnet. Die Baumstämme werden hierbei genau vermessen (Durchmesser mal der Länge). Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter massivem Holz ohne Lufträume.
Ein Raummeter (RM) ist ein Stapel von 1m Breite, 1m Länge und zu 1m Höhe aufgeschichten, gespaltenen Meterstücken.
Ein Schüttraummeter (SRM) bezeichnet lose geschüttete, kurze (ca. 30cm) Holzscheite in einem Volumen von einem m3, z.B. einer Gitterbox. Die Scheite fallen ungeordnet durcheinander, sodass größere Lufträume entstehen. Unser Scheitholz verkaufen wir in dieser Mengenangabe, da die Anlieferung lose auf unserem Kipperfahrzeug erfolgt und der Volumeninhalt durch die Maße der Ladefläche genau berechnet werden kann.
Wird das Scheitholz zu einem 1m3 aufgestapelt, spricht man von einem Schichtraummeter. Im Gegensatz zum Raummeter ist das Holz beim Schichtraummeter ofenfertig geschnitten.
Für eine bessere Vergleichbarkeit der Maßeinheiten, finden Sie hier eine Umrechnungstabelle nach dem Technologie- und Förderzentrum TFZ Straubing.
Umrechnungsfaktoren für unterschiedliche Raummaße bei Scheitholz
Festmeter (Fm) Rundlinge geschichtet (Rm) Scheite
1 m
gekreuzt (Rm)
Scheite
1 m
geschichtet (Rm)
Scheite
33 cm
geschichtet (Rm)
Scheite
33 cm
geschüttet (SRm)
Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter Meterscheite:
Buche 0,50 0,86 1,20 1,00 0,81 1,20
Fichte 0,56 0,86 1,15 1,00 0,86 1,40
Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter 33 cm Scheite:
Festmeter (Fm) Rundlinge geschichtet (Rm) Scheite
1 m
gekreuzt (Rm)
Scheite
1 m
geschichtet (Rm)
Scheite
33 cm
geschichtet (Rm)
Scheite
33 cm
geschüttet (SRm)
Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Raummeter Meterscheite:
Buche 0,62 1,05 1,48 1,23 1,00 1,48
Fichte 0,64 1,00 1,33 1,16 1,00 1,62
Umrechnungsfaktoren bezogen auf einen Schütt-Raummeter 33 cm Scheite:
Buche 0,42 0,71 1,00 0,83 0,68 1,00
Fichte 0,40 0,62 0,82 0,72 0,62 1,00

Oder Sie nutzen unser Umrechnungstool für Ihre persönliche Mengenberechnung.

Welches Holz ist das Richtige?

Die verschiedenen Holzarten haben unterschiedliche Brenneigenschaften. Buchenholz entwickelt viel Glut und erzeugt dadurch eine gleichmäßige, langandauernde Wärme. Durch sein schönes Flammenbild und sehr wenig Funkenflug ist es sehr gut für alle Öfen, insbesondere für solche mit Sichtfenster, geeignet. Weitere Harthölzer wie Esche und Ahorn, sind dem Verbrennungsprozess der Buche sehr ähnlich. (Lesen Sie mehr.)

Eichenholz hat einen hohen Heizwert und eine sehr lange Brenndauer, ist daher ideal geeignet für Öfen, die der reinen Wärmeerzeugung dienen (z.B. Zentralheizung, Kachelöfen). Als Kaminholz ist es eher ungeeignet, da es kein schönes Flammenbild entwickelt und Funkenflug möglich ist. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig und auf die im Holz enthaltenen Gerbstoffe zurück zu führen.

Birkenholz ist ein hervorragendes Kaminholz, das wegen seiner ätherischen Öle bläulich schimmernd und wohlriechend verbrennt. Die weiße Rinde ist außerdem sehr dekorativ, allerdings verbrennt es schneller als Buchenholz.

Kiefern- und Fichtenholz brennt gut an und eignet sich als Span bestens zum Anzünden. Allerdings neigen Nadelhölzer durch hohe Harzanteile zu starkem Funkenflug und sollten daher nur in geschlossenen Öfen verwendet werden.


Holzverarbeitung und -trocknung

Brennholz wird hauptsächlich in den Wintermonaten geschlagen und vom Forst auf einem Sammelplatz für Langholz, einem sogenannten Holzpolter, im Wald gelagert. Nach dem Einschlag sollte das Holz möglichst rasch gespalten werden, um die Trocknung zu begünstigen. Es wird empfohlen, die Größe der Scheite gleich an die Feuerstelle anzupassen. (Lesen Sie mehr.)

Frisch geschlagenes und vorgelagertes Holz darf nie in geschlossenen Räumen (z.B. Keller) gelagert werden, da es dort nicht austrocknen kann und verstockt. Bevorzugen Sie als Lagerort sonnige und windexponierte Flächen und schaffen Sie einen trockenen Untergrund. Bei richtiger Lagerung kann das Holz innerhalb eines Jahres auf eine Restfeuchte von unter 20% lufttrocknen und hat dann eine ideale Energieausbeute. Nasses Holz verbrennt mit deutlich weniger Energie und kann zu höheren Emissionen sowie aggressiven Ablagerungen in Ofen und Kamin führen. Die Restfeuchte von Brennholz sollte nicht unter ca. 10 % liegen, da die Holzscheite dann nicht mehr so lang im Ofen "anhalten" und sehr schnell verbrennen. Auch die Lagerungsdauer ist zu beachten. Selbst bei gut gelagertem Holz kann der Brennwert durch natürliche Abbauprozesse um bis zu 3 % pro Jahr sinken.


Holz richtig lagern

Generell empfiehlt sich, das Holz als gebrauchsfertige Scheite zu lagern. Das Holz muss möglichst von allen Seiten belüftet sein. Indem Holz auf Einweg- oder Europaletten (diese erhalten Sie auf Anfrage auch bei uns) gestapelt wird, ist für ausreichend Belüftung von unten gesorgt. Wird das Holz an einer Gebäudewand gelagert, achten Sie auf einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm, damit die Luft zirkulieren kann. (Lesen Sie mehr.)

Der Holzstapel sollte von oben gegen Regen geschützt sein. Die Seiten bleiben offen, da sich ansonsten das austretende Wasser staut und sich Schimmel bilden kann. Achten Sie außerdem darauf, das Holz nicht zu eng zu stapeln, damit die Feuchtigkeit von der Luft aufgenommen werden kann. Die Trocknung wird außerdem durch Sonneneinstrahlung begünstigt und eine Ausrichtung der Lagerstätte nach Süden ist zu empfehlen. Unbedingt zu beachten ist ein sicherer Halt des Holzes, da ein nicht standsicherer Holzstapel leicht umstürzen kann. Frisches und vorgelagertes Holz nicht im Keller stapeln. Ausschließlich ofenfertiges, kammergetrocknetes kann luftig gestapelt in einem belüfteten Keller gelagert werden.